19. Juli 2009 · Allier & Loire · Nachberichte

Allier & Loire 2009 – Tourbericht

Tag 1 Sonntag 19.7.09 – Abfahrt in Lahr, Bertholdstraße. Oh Wunder, wir waren alle pünktlich…

Tag 1 Sonntag 19.7.09

200 Abfahrt in Lahr, Bertholdstraße.

Oh Wunder, wir waren alle pünktlich.

Selbst die „Aufgabler“  waren am Treffpunkt.

Der 15er Bus war gut bepackt + muffelte etwas.

Es folgte nun eine lange Fahrt über

Zum Teil holperige Autobahnen, was einem

das letzte bisschen Schlaf rauben konnte.

Übrigens auch super Showeinlage vom

Busfahrer! Ein Trullala noch mal dafür!

Der Allier aber war schön wie immer! Und

dieses Mal bereits am ersten Tag gezapft!

PS: Bier wird knapp!

Der Morgen kann trotzdem noch mit

Frischen Croissants und dem Besuch der

Bushaltestelle / des Plumpsklos gerettet

werden.

Mit 5 Liter Diesel gerade zum Ufer

gerettet und nicht mal direkt ins Wasser gefallen.

Was andere/wir dann doch nicht von

sich behaupten können … einschließlich

deren Klamotten, da es sehr schwer

ist, Deckel zu zumachen.

Fleisch ist genug da! Holz mittlerweile

auch. Es wird wieder wärmer. Jetzt

müßen alle was ins Büchle schreiben.

Ein einsamer Angler am anderen

Ufer hat mittlerweile aufgegeben

und wohl doch keine Spring-

austern geangelt.

In warmer wohliger Vorfreude

auf den Schalfsack im weichen

Sandbett. Gute Nacht.

 P.S: Und wer hat nun beim Autorennen gewonnen?

Mix aus Sonne + Wolken ~24°C

angenehm

Billy bis kurz hinter Varennes

li. Ufer.

 Tag 2

Varennes -> Moulins

 Noch fast im Tiefschlaf ein

Zipp … der Captain ruft

ins Zelt hinein, viel zu früh,

aber es liegt wohl ein langer

Tag vor uns.

Sonnencreme, rotes Frühstücks-

buffet, 3 1/2 min. Eier, Sonne,

noch mehr Sonne.

20.07. Logbuch

Heute mussten die Matrosen

ordentlich zulangen.

So langsam klappt das doch. Lob!

Aber morgen wird extra früh

geweckt.

Nicht das alle verweichlichen…

Liebes Tagebuch. Heute war so ein schöner Tag. Das Bier u. der Jägi und das ganze

Essen haben sooo gut geschmeckt.

Heute durfte keiner kentern. Dafür

durften wir sehr schwere

Sachen hin– u. hertragen. und

paddeln.

Unserer Aufgabe: Wasser holen! Aber erstmal auf den Campingplatz kommen. Wir schlagen

uns durch lauwarmes, brusthohes Wasser, der

Schlamm klebt an den Teva‘s. Auf der anderen Seite die lange Suche nach einem Zapfhahn ….

gefunden, Wasser gezapft & wieder zu den Booten geschleppt…. und dann… zur Rutsche!

Schirmers Jacht entjungfert. Alle Boote heile

durch die künstl. WW-Stelle ge???

Wieder alles hübsch eingepackt und 2 km

zum Lagerplatz gefahren. Aussteigen, wieder einsteigen und noch mal 2km und noch mal 2km

…… Dafür haben wir jetzt

einen schönen Ball.

Angekommen, wurden razzfazz die Zelte

aufgebaut. Auf das Tarp wurde bei diesem tollen Wetter verzichtet. Aubergine, Zucchini, Paprika, Lauch… => Reis mit Gemüse!

Danach noch lecker Trautwein Wein,

Käse + Baguett + auch wenn man dachte

man ist satt, gab es dann noch Flan.

Nicht zu vergessen Kartoffelpü

zum Mittagessen mit der anschließenden „kleiner-Feigling-Runde“ aus dem

Kennergürtel.

Die schnell Ode an den Fluß:

Die Ode sollte länger werden,

Aber bei kati kam es zu Beschwerden

Die Sterne stehen hoch oben

In einem großen Bogen

Das feuer brennt, die Klampfe dudelt,

Das Volk besoffe, freudig jubelt.

Morgen gibt es Hack,

Mit saftigem Cheffrolet-Geschmack.

Tag 3

Moulins -> Le Veudre

 Nach ausgiebiger Stärkung ging es

mit Rückenwind auf in Richtung

„Insel“. Plötzlich hinterhältige

Angriffe von den Wasserpiraten. Um

ein Haar wären Schirmers trocken

davongekommen, aber zum Glück

wurde das gerade noch verhindert.

Die Sonne brennt, die Inseln flimmern,

kein Lüftchen, nur der Fluß & wir.

Bisher ist es der heißeste Tag mit über

36°C. Da unserer „Insel“ durch Freiburger

Freibeuter besetzt ist müssen wir auf eine

andere, aber nicht minder schöne Anlegestelle ausweichen.

Dort gibt es sogar fliegende Fische

und spannende Gewitterandeutungen.

Nachdem wir uns mit den Schwimm-

westen den Fluß hinuntertreiben ließen,

Mussten einige Mädels sogar

einen Umweg zu Fuss zurück

zum Lager machen. Die

Strömung war einfach zu

stark um nur 20m vorwärts

zu schwimmen.

Der einzige Nachteil des alternativen

Anlegeplatzes ist der Mangel

an Toilettenhäuschen, weswegen

man zum „Kackwald“

ausweichen musste. Das war

aber eigentlich nicht so schlimm

da sowieso alle platt im Schatten

lagen.

Immerhin gab es zur Belohnung

das beste Bier ever aus dem Fässchen aus unserem hübschen 16°C kühlen bestimmt

Chemie-freien Bächchen.

Neben einem Frühstück im 5* Hotel-

Format gab es Tortellini, Riegel, Bonbons, Karotten-Gurken-Tomatensalat + Schinkennudeln, Mmmh, lecker!

Ganz schönes Rumgehänge hier.

Konnte gerade noch verhindern, dass

die Slack zum Donnerbalken oder

zur Limbostange missbraucht wird…

Warten auf den Regen! … Bis jetzt nur

3 Tropfen. Aber extrem viele licht-

affine Viecher … Umzug unter`s Tarp.

Feuer wird durch Kerzen substituiert.

Ruhe vor dem Sturm.

 Tag 4

 Eher unruhige Nacht. Viele Gewitter & Regen. Dank lang schlafen war es wenigstens wieder schön trocken beim aus dem Zelt kriechen.

Und gefühlte 40°C.

Luxus: Gänsepastete im Schatten

zum Frühstück.

Bei diesen 1-Satz-Statements hier hat man

ja den Eindruck der Tag war blöd und es

gäbe nichts Bemerkenswertes zu berichten.

Aber es gab doch eine bemerkenswerte

Sache. Heute fiel zum 1. Mal das

Mittagessen aus! Schade!?

Dafür waren wir auf der Rue de Monnet Lebensmittel shoppen.

Das größte Regal des Casion Supermarktes

war mit Alk voll, vom allerfeinsten nur das Beste.

Der Dorfpenner kam mit seinen fettigen Loden

angelaufen und wollte bei der Riesenpartie, die

wir zu elft im Casino gefeiert habe, dabei sein.

Er hat jedem die Tür aufgehalten und blöd angegrinst, aber keiner hat ihm ein Eis gekauft, Ihr Ignoranten.

Danach sind die Jungs auf die Jagd nach

dem Hack zum Dorf-Metzger.

2 Kilo bestes Rindersteak, achtlos durch

den Fleischwolf gedreht… aber was

anderes hatte die Frau Fachverkäuferin

nicht mehr im Laden.

Zurück am Boot gabs erstmal eine

Runde Eis für  die hungrigen Kanuten.

Und dann gings weiter, Richtung „Insel“!

Auf dem Weg dort hin machte Banjamin einen unfreiwilligen Satz ins Kühle Nass, Wie ist

denn das passiert? Und dann: Land in Sicht.

Ist es die“Insel“? Wir wechselten noch mal die

Flussseite & legten an. Sie ist großartig, einfach

Wunderbar, unglaublich… der Storch klappert in der Nähe.

Und noch besser … das Chilli con

Carne von Schaali!  Mit

Gefüllten Bäuchen haben wir dann ne Runde Kubb gespielt. Die Gewinner

hießen Katrin S., Gregor und

Andreas, Schiedsrichter war

Christian, die Gewinner der Herzen:

Birgit, Anne u. Katrin M.

So liebes Tagebuch, das wars für

heute . Morgen wartet ein Ruhe-

tag auf uns. Yeah…

Bei scharfen Chips, Salzbrezeln und

Radler wird auf Andreas gewartet

damit wir endlich die Tequillarunde

eröffnen können. Aber so am Feuer

Ist es eh sau schon, da macht

das auch nix. Das nennt man

Urlaub!

Tag 5

An Tag 4 gingen wir

so um 2 Uhr ins Bett.

Meine Wenigkeit mit

dem Vertrauen, dass

es eine ruhige Nacht

werden würde, weil Schaali

meinte er wolle draußen

schlafen. Der Tag fing dann

leider mit Hagel auf dem

Kopf des Königs an.

Wir haben überlebt! Jägi!!!

Mit dem Gedanken, die Chefs

werden schon alles richten sind

dann auch fast alle liegen

geblieben und haben nur gehofft.

Am nächsten Morgen sah auch

schon alles wieder ganz harmlos aus,

abgesehen von den doch recht vielen

Löchern in den Zelten.

Gut gestärkt blickten die Kanuten

einem wohl verdienten Ruhetag

entgegen. Dieser bestand aus Tarp fest-

halten und Regen trotzen.  Ansonsten

haben wir uns dem wechselhaften Wetter an-

gepasst… Einschub:                        be-

stimmt das Thema! Gewitter und Regen bestimmten den Ruhetag.

Heute Abend lernte ich einen Freund im

Geiste kennen: Johannes de dude u. J. the G

waren immer wieder Anlässe um Ramazotti zu

schlürfen. Der Ameisenbaum brannte

nicht, aber Katrin T. hat uns eingeheizt,

so dass dem Philipp das schüttere Haar

weniger wurde und so manch anderem das

Schienbein epiliert wurde.

Die kulinarischen Highlights waren

Nudelvariationen in Pilz-Rahm-Soße,

Tomaten-Mozzarella oder Chilli con Carne und einer sehr leckeren

Paradies-Party-Creme.

Außerdem konnten wir während

eines sonnigen Abschnittes an

einem facettenreichen

Volleyballspiel teilhaben.

K.S. und P.S. wurden außerdem

ASpoNa-Beachvolleyball-

2009-Champions.

Auch Kubb, das In-Spiel, wurde wieder ausge-

packt. Leider hat sich das Glück kurz vor Spiel-

ende auf die Seite der Männer geschalgen,

sonst hätten die Frauen mit Geschick & Können

gewonnen. [Neben mir brüllt einer ein bekanntes

Lied in sächsisch, der Philipp übt schon sehr

fleißig.] Prost. Ich glaub das ist

Heute der Partyabend.

Zum Schluss gedenken wir noch kurz der sterbenden

Amsel & dem zum Krüppel gemachten

Frosch von Anne.

Alles in allem ein echt gelungener Tag.

Und wenn einer denkt es hat viel geregnet,

eigentlich nur 1x, sonst gab es immer

Sonne. Also alle perfekt oder wie Philipp

Mir in den Mund legen würde: „gigantisch“.

Tag 6

 Der Captain hat Ernst gemacht

und die verkaterten und immernoch

müden Kanuten gegen gefühlte

6.30 geweckt. War aber dann auch

gut so, denn der Tag war mit reichlich Programm gefüllt:

Frühstück (Edammer zu einem Klumpen verschmolzen)

Paddeln

Paddeln

Paddeln

Tragen

Leih-Kanus quälen

Ravioli schnabulieren

Paddeln (2x)

Rutsche

Gegenwind

Riegel

Tarp

???

…und  so weiter & sofort

Nun warten wir auf den Feuer-Kampf:

Schaali vs. Kathrin.

Zwischendrin besichtigten wir

„Apresmont“, wo wir von den einzigen

Cafébesitzern ziemlich dumm

angeschaut wurden und der Tag

sich dazu entschied, sehr verregnet

zu werden.

Deshalb wurden die Regensachen

ausgepackt, um der Witterung zu

trotzen und fleissig weitergepaddelt.

Während ein Teil fleissig Fleisch kaufen

war, hat sich der Rest vor dem Regen unter einer Brücke verkrochen. Nach hübschem

Paddeln bei leichtem Regen und riesigen!!!

mindestens 3 Meter langen  toten Fischen

wurde auch ein top Lagerplatz gefunden.

Tag 7 gleichzeitig letzter Paddel-Tag

 Wir konnten/durften dank Ansage vom Käptn & dank bewölktem Himmel lang ausschlafen. Es

folgte ein eingespielter Ablauf: Frühstück,

Abbau, packen & los geht`s; heute zur

letzten Etappe.

Einziger Unterschied … Anne hat

ihr Bäcker-Können gezeigt und

fleißig Brötchen gebacken. Mmmmmhhhh

lecker! Es folgte der erste richtige Start in den Paddeltag. noch bevor alle ins Boot gestiegen sind, wurde das erste Bier gezapft. Hmmm Bier!

Da das 2. und auch einige Feigling-

Runden bald folgten, trieben wir

mehr, als dass wir fuhren. Gefühlt

waren wir aber ziemlich schnell.

Sogar das Mittagessen wurde auf

dem Wasser zubereitet und eingenommen:

Langjäger mit selbstgebackenem Brot!

Noch zwei-drei-Paddelschläge und

dann war das Ziel in Sicht.

Doch dann wurde der

Weg dorthin noch einmal

kompliziert:

Der Koppsche Weg durch das

Höllenwehr mußte erst noch

entdeckt werden.

Dafür hieß es Boote zum letzten

Mal entladen und Boote leer

durch Wasserfälle und Riesenwellen

navigieren.

Und so bezwangen nicht nur Schirmers die

Wellen, sondern auch Gregor ist nun mit dem Fluß quitt.

Zelte aufbauen, Hänger beladen + dann

erst mal ausgiebig duschen. Endlich super!

Gnoggi in Käsesoße dazu die letzten Auberginen

und nach dem Spülen auf zur Städtetour

ala Schaal. Neben kirche + Burg wird noch

das Irishpub (Livemusik) unsicher gemacht.

Die Anstrengungen der Woche fordern verspätet

ihren Tribut: Das letzte Bier wird halb gähnend,

halb schlummernd konsumiert. Sein Boot sicher

verschnürt wissend, bläst die Kerze aus und verschwindet in seiner Kajüte…

Sonntag

Das Thermometer zeigt

9°C. Ein fröhlich munteres

„Guten Morgen“ durchdringt die

friedliche Stille. Und dann

schnell schnell klitschnasse

Zelte verpacken bei romanti-

schem Bodennebel und sicht-

barem Atem.

Schon nach kurzer Zeit im Bus

war Katrin wieder ein wenig

wärmer und sie konnte eine

der fünf Jacken an ihren

Besitzer zurückgeben.

Und jippi! Das Riegelfass wird

endlich aufgemacht! Noch

vor dem Frühstück 🙂

ASpoNaten

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